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Aemlishof 

Heute produziert der Aemlishof auf rund 40 Hektaren Wies-, Weide und Ackerland Milch, Fleisch, Ur-Dinkel, Futtergetreide sowie Zwetschgen und Mirabellen nach den Richtlinien der IP-Suisse. 

Betriebsspiegel:

  • Milchwirtschaft: 24 Kühe, 2-5 Aufzuchtrinder 
  • Kälbermast: Platz für 13 Kälber  
  • Schafe: 13 Mutterschafe und 1 Schafbock 
  • Obstanlage: 30 a Zwetschgen, 20 a Mirabellen 
  • Biodiversität: Stand Herbst 2018: 25% der Betriebsfläche  

Betriebsfläche im Detail
Es werden rund 40 ha landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaftet, davon etwa 10 ha Weide und Mähweide sowie 18 ha Natur- und Kunstwiesen für die Futterproduktion (Winter- und Stallfütterung). Auf knapp 4 ha Ackerfläche werden Mais, Ur-Dinkel und Wintergerste angebaut. Rund 10 ha sind extensive Wiesen und Weiden für den Biodiversitätsausgleich. Auf dem Grünland sind noch rund 340 Hochstammbäume verteilt. 

Produktion
Pro Jahr werden 150’000 kg Milch produziert, davon werden ca. 40’000 kg für Aufzucht und Mastkälber verwendet. Die Mastkälber werden über einen regionalen Metzger vermarktet. Die Lämmer der Mutterschafe werden meist selbst vermarktet. 5 - 6 Tonnen Zwetschgen und 2 - 3 Tonnen Mirabellen werden von der «Landi» vermarktet. Die ca. 5 Tonnen Ur-Dinkel (pestizidfrei) werden über die Landi von der IG-Dinkel vermarktet. 6-8 Tonnen Wintergerste (extenso) werden im Lohnmischverfahren für unsere Milchkühe genutzt. 

Betriebsleiterfamilie 


Joris & Mia, Silvia & David Schweizer 

Betriebsentwicklung (1990 bis 2020)
Bis 2006 wurde der Aemlishof durch Familie Frey bewirtschaftet. Meine Eltern hatten bis anhin einen kleinen Betrieb in Titterten mitten im Dorf. 2007 konnten sie den Aemlishof kaufen und somit ihren bisherigen Betrieb vergrössern. Der Stall wurde zu Beginn auf 24 Kuhplätze erweitert. Eine Rohrmelkanlage wurde installiert für mehr Ergonomie und Effizienz beim Melken. Zudem wurden noch etwa 12 Plätze für Mastrinder geschaffen. 2010 bauten meine Eltern eine Remise mit Wohnhaus, da bis anhin kein Haus beim Hof war und es effizienter ist, wenn man direkt beim Hof wohnt. Der Anteil an Biodiversitätsförderflächen, der heute rund ¼ der Betriebsfläche einnimmt, ist über die Jahre entstanden und wird immer wichtiger für eine nachhaltige und ausgeglichene Lebensmittelproduktion. 

2020 konnten meine Frau und ich den Aemlishof von meinem Vater übernehmen. Anstelle der Mastrinder habe ich Platz für 13 Mastkälber und 6 Aufzuchtrinder geschaffen. Im Sommer dient der Rinderstall als Unterstand, da die Tiere den ganzen Sommer, sofern es das Wetter etc. zulässt, auf der Weide sind. 

David Schweizer 2022